Schweißgerät-Test – Das richtige Modell für den richtigen Einsatz

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass es nicht das beste Schweißgerät gibt, sondern klar nach verwendeten Material, Anwendungsort, Geldbeutel und Schweißfähigkeiten unterschieden werden muss. In diesem Artikel versuchen wir für Sie das richtige Modell zu bestimmen, sodass Sie anhand unseres Schweißgeräte-Test die beste Wahl treffen können.

Unser Test basiert auf Nutzererfahrungen und Reviews großer Verbraucherportale. Zudem geben wir unsere Meinung hinzu, die auf unserer Erfahrung beruht.

Wir unterteilen dabei in drei Bewertungsbereiche.

  1. Leistung/ Lieferumfang und Preis: In diesem Bereich spielen vor allem die Kennzahlen und Daten die entscheidende Rolle. Was kann das Schweißgerät und wie sind die technischen Daten zu beurteilen? Daneben beeinflusst der Lieferumfang das Ergebnis. Als letztes Kriterium steht der Preis im Verhältnis zur Leistung sowie dem Lieferumfang.
  2. Funktionsumfang: Jedes Schweißgerät bietet unterschiedliche Funktionen. In diesem Bewertungskriterium unseres Schweißgeräte-Tests wird der Funktionsumfang analysiert und bewertet.
  3. Erfahrungen: Wir analysieren und bewerten Nutzererfahrungen unterschiedlicher Verbraucherportale. Dadurch versuchen wir darzustellen, was positiv und was negativ an dem jeweiligen Schweißgerät ist. Zusätzlich fließen Reviews von Experten mit in diesen Bewertungsstrang.

Auf Basis dieser Bewertungskriterien geben wir unsere Meinung bekannt und sprechen Empfehlungen aus. Auf diese Art und Weise werden die harten Fakten mit Meinungen sowie Erfahrungen vermischt und ein plausibles Ergebnis wird erzielt.

Die Besten in unserem Schweißgerät-Test

Bevor wir feststellen, welches Schweißgerät das Richtige für Sie ist, haben wir hier eine Liste unser am besten bewerteten Geräte. Diese hilft bei der Wahl des Schweißgerätes, falls Sie bereits klare Vorstellungen haben.

* am 21.06.2017 um 16:01 Uhr aktualisiert

ESAB Buddy Arc 180

289,00 € * inkl. MwSt.

* am 21.06.2017 um 16:30 Uhr aktualisiert

* am 20.06.2017 um 18:20 Uhr aktualisiert

Allgemeines zum Thema Schweißen und Schweißgeräte

Bevor wir in das Detail gehen und schauen, wie ein Schweißgerät Test durchgeführt wird, beginnen wir mit ein paar allgemeinen Informationen  zum Thema Schweißen.

Fangen wir mit dem zu schweißenden Gut an, welches in der Regel auch als Werkstoff betrachtet und tituliert wird. Hierfür kann man fast jeden bekannten Werkstoff nehmen, der natürlich metallische Ursprünge hat, ob nun rein oder als Legierung vorhanden. Natürlich verarbeitet man zumeist zwei Werkstoffe, da das Schweißen ja das Verbinden von Stoffen beschreibt. Als Ausnahme würde mir hierfür zum Beispiel der sogenannte Plasmaschneider einfallen, welcher auch wunderbar zum Trennen, bzw. Schneiden von Metallen geeignet ist.

Zur Verbindung, also dem Verschweißen dieser Werkstoffe hat man nun die Qual der Wahl bei der Suche nach einem passenden Schweißgerät. Diese sind zwar zumeist unheimlich flexibel anzuwenden, bieten aber je nach zu bearbeitendem Werkstoff diverse Vor – und Nachteile. Diese sollte man natürlich vor dem Kauf diverser Schweißgeräte berücksichtigen, um das für einen persönlich optimal geeignete Gerät zu finden. Um einige bekannte Schweißgeräte zu nennen, wären da der oben genannte Plasmaschneider, MIG/ MAG-, E-Hand- oder die jedem bekannten WIG Schweißgeräte, welche sicherlich für einen Großteil der vorgenommenen Schweißarbeiten Verwendung finden. Es gibt natürlich noch jede Menge andere Schweißgeräte, welche allerdings seltener vertreten sind und außerdem meist sehr aufwendig in Betrieb zu halten sind.

Da nun sowohl der Werkstoff, als auch der richtige Schweißgerät-Typ gefunden worden ist, so jedenfalls die Hoffnung, können wir uns jetzt den Zusatzwerkstoffen zuwenden. Schweißgeräte arbeiten ja in der Regel mit verschiedensten Zusatzwerkstoffen, seien es nun die unterschiedlichen Gase, ob inert oder aktiv, die verschiedenen, glücklicherweise austauschbaren Elektroden oder die diversen zu erhaltenden Extras, wie sie z.B. im Internet angeboten werden. Natürlich gibt es noch zu jedem Schweißgerät das ein oder andere Zusatzmaterial, ob nun gewisse Arbeitserleichterungen oder der Sicherheit dienliche Dinge, wie Schweißhelm und entsprechende Handschuhe.

Ein weiterer Aspekt der bei allen Schweißgeräten und auch allen Schweißtechniken beachtet werden sollte, sind die jeweiligen Sicherheitsbedingungen, welche natürlich klar vorgegeben und in den verschiedensten Normen festgeschrieben sind. Diese Vorschriften sind je nach Schweißgerät durchaus voneinander abweichend, sollten aber aufgrund der enormen Verletzungsgefahr beim Schweißen zu jeder Zeit Anwendung finden.

Jetzt werden wir aber spezifischer und es folgen die Eigenschaften und Funktionen der unterschiedlichen Schweißgeräte präsentiert.

Eigenschaften und Funktionen von Schweißgeräten

Die Hersteller von Schweißgeräten überbieten sich mit Eigenschaften und Funktionen, welche ein solches Gerät innehat. Doch welche Funktionen sind wirklich wichtig und welche Eigenschaften benötigen Sie? Das hängt natürlich von den eigenen Vorlieben und Fähigkeiten ab. Wir zeigen nützliche Funktionen und Eigenschaften auf und Sie entscheiden, welche Sie benötigen.

Stufenlose oder gerasterte Multiskala

Mithilfe der Multiskala können Sie den Schweißstrom des Gerätes einstellen. Dabei gibt es je nach Gerät unterschiedliche Möglichkeiten. Einige Schweißgeräte besitzen nur wenige fest einzustellende Schweißstromwerte und sind daher kaum flexibel. Andere sind dagegen stufenlos vom Minimal- zum Maximalwert einstellbar. In unserem Schweißgeräte-Test empfehlen wir ganz klar, dass eine stufenlose Einstellung möglich sein sollte. Nur so können Sie die besten Ergebnisse je nach Schweißgut erzielen.

230 oder 400 Volt Stromanschluss?

Die meisten stationären Schweißgeräte haben einen Starkstromanschluss bei 400 V. So können sie eine höhere Leistung erzielen. Mobile Geräte (vor allem Inverter) setzen auf die bekannten 230 V. Somit können sie über jede normale Steckdose betrieben werden. Allerdings sind dadurch nicht so hohe Schweißströme möglich. Sie müssen sich also die Fragen stellen, ob Sie oft mobil schweißen wollen und ob Sie hohe Schweißströme benötigen?

Wenn Sie mobil arbeiten wollen, empfehlen wir Ihnen Inverter-Schweißgeräte, da diese leichter sind und einen eingebauten Trafo besitzen.

Mobilität des Schweißgeräts

Wie erwähnt, sorgt ein 230 V-Stromanschluss und das Nutzen eines Inverter-Schweißgeräts für eine erhöhte Mobilität. Zudem sollten Sie aber darauf achten, dass das Gerät gut transportierbar ist. Ein solider Tragegurt oder angebrachte Rollen helfen dabei ungemein. Wenn Sie das Gerät mobil verwenden wollen, sollten Sie daher auf das Vorhandensein dieser Elemente achten.

Schweißstromstärke

Je nach verwendetem Material und der Dicke des Guts werden unterschiedlich Schweißströme notwendig. Seien Sie sich daher vorher im Klaren, was Sie schweißen wollen. Vor allem die maximale Schweißstromstärke sollten Sie sich bewusst machen, damit Sie für jeden Ihrer Einsatzfälle das beste Ergebnis erzielen können. Aber auch die Runterregulierung auf geringere Schweißströme muss möglich sein, wenn Sie das benötigen.

Einschaltdauer

EinschaltdauerDie Einschaltdauer wird in Prozent angegeben und variiert meist nach dem abgegebenen Schweißstrom. Dabei gibt der Wert das Verhältnis von Schweißen zu Pause an. Das folgende Beispiel zeigt, was damit gemeint ist: 10% bei 90A. Das heißt, dass bei einem Schweißstrom von 90 Ampere 10 Prozent der Zeit geschweißt und 90 Prozent pausiert werden soll. Dadurch wird sichergestellt, dass das Schweißgerät nicht überhitzt.

Wir empfehlen, dass im gewünschten Arbeitsbereich die Einschaltdauer mindestens 30% betragen sollte.

Leerlaufspannung

Die Leerlaufspannung beeinflusst das Zünden des Lichtbogens. Je höher diese Spannung ist, desto leichter lässt der Lichtbogen sich zünden. Von daher achten Sie immer auf einen möglichst hohen Wert der Leerlaufspannung.

Wir empfehlen mindestens eine Leerlaufspannung von 48 V.

Kabel und Schläuche

Die Länge von Schläuchen und Kabeln ist wichtiger, als im ersten Augenblick angenommen wird. Um flexibel zu arbeiten sollten diese lang genug sein, sodass das Schweißgerät nicht immer nah am Körper getragen werden muss. Zwei Meter sollten die Kabel und Schläuche auf jeden Fall haben, damit höhere und weiter entfernte Stellen gut erreicht werden können. Zudem sollten Sie Geräte mit Kabeln/Schläuchen wählen, die flexibel sind. Starre Versionen erschweren den Umgang mit dem Schweißgerät unnötig. Ein Euro Zentralanschluss ist ebenfalls zu empfehlen, damit die Kabel und Schläuche problemlos gewechselt werden können.

Kühlung und Thermoüberlastschutz

Eine aktive Kühlung des Schweißgerätes, beispielsweise durch einen internen Lüfter, ist gut für die Langlebigkeit des Gerätes. Zudem erhöht sie in der Regel die Einschaltdauer, da überschüssige Wärme nach Draußen befördert wird. Eine Kühlung ist von daher zu empfehlen.

Ebenso sollten Sie darauf achten, dass das Gerät über einen Thermoüberlastschutz verfügt. Durch diesen wird das Schweißgerät automatisch ausgeschaltet, sobald eine Überhitzung droht.

Eine Kühlung und ein Thermoüberlastschutz bieten Sicherheit und sorgen dafür, dass das Schweißgerät möglichst lang seine Dienste erfüllt. Von daher empfehlen wir, dass Beides integriert sein sollte.

Unsere Besten

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289,00 € *

* inkl. MwSt. | am 21.06.2017 um 16:30 Uhr aktualisiert

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Die Wahl des richtigen Schweißgeräts

Nachdem Sie die Funktionen und Eigenschaften eines für Sie passenden Schweißgeräts abgeklärt haben, ist die Entscheidung nahe. Doch bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie überprüfen, welches Schweißgerät zu Ihren Einsatzszenarien am besten passt. Dabei gilt es die folgenden Fragen zu beantworten:

  1. In welchen Einsatzorten werden Sie das Schweißgerät verwenden?
  2. Wollen Sie das Schweißgerät mobil einsetzen?
  3. Welche Materialien und Materialstärken wollen Sie bearbeiten?

In der Folge werden die Fragen der Reihe nach beleuchtet, damit Sie verstehen, was dahinter steckt. Auf diese Art und Weise soll Ihnen geholfen werden, dass Sie sich für das richtige Schweißgerät entscheiden.

Der Einsatzort

Der Einsatzort, an dem Sie schweißen wollen ist entscheidend bei der Wahl des richtigen Schweißgeräts. Dabei gilt zu beachten, ob Draußen oder Drinnen geschweißt werden soll und wenn Indoor, dann ist die Frage, ob eine ordentliche Belüftung gegeben ist.

Wenn im Freien gearbeitet werden soll, sind Schutzgas-Schweißgeräte schlichtweg ungeeignet, da die Wettereinflüsse ein ordnungsgemäßes Arbeiten unmöglich macht.

Wenn Sie sich für den Gebrauch in einem Innenraum entschieden haben, sollten Sie sich fragen, ob der Raum gut gelüftet ist. Beim Autogenschweißen können beispielsweise Gase mit einem hohen Anteil Stickstoffdioxid entstehen. Diese sind natürlich sehr giftig und wenn Sie keine ausreichende Lüftung gegeben haben, sollten Sie ein anderes Schweißverfahren wählen.

Dies sind die wesentlichen Dinge, die Sie beachten sollten, wenn Sie den geplanten Einsatzort bedenken.

Die Mobilität

Auch die Mobilität sollte bei der Wahl des richtigen Schweißgeräts bedacht werden. Gerade wenn Sie oft einen Ortswechsel durchführen oder Ihr Schweißgerät bei Kunden einsetzen wollen, sollten Sie auf die Handlichkeit achten. Ein zu hohes Gewicht kann beim mobilen Einsatz schnell zu einem Ärgernis werden. Daher sind in diesem Fall Inverter-Geräte, welche einen Großteil der heutigen Schweißgeräte darstellen zu bevorzugen. Diese haben nämlich den Trafo integriert und sind aufgrund Ihrer Bauweise leichter als traditionelle Schweißgeräte.

Zudem sollten Sie, wenn Sie das Schweißgerät mobil einsetzen wollen, darauf achten, dass ein Tragegriff integriert ist und die Stromversorgung auf 230 Volt Basis funktioniert. Nicht jeder Kunde hat einen Starkstromanschluss und das gilt es zu bedenken.

Das Material und die Materialdicke

Materialien verhalten sich stark unterschiedlich, das ist Jedem klar. Dies gilt vor allem beim Schweißen. Gleich verhält es sich mit den Materialdicken. Dünne Bleche haben ganz andere Anforderungen als Dicke. So müssen Sie sich vor dem Kauf eines Schweißgeräts im Klaren sein, was Sie schweißen wollen.

Je nach Material und Materialdicke sind unterschiedliche Schweißverfahren anzuwenden und diese anzupassen. Eine komplette Übersicht für alle Materialien, Materialdicken und Schweißverfahren würden den Rahmen dieser Seite sprengen. Von daher wurde der „Allrounder“ das WIG-Schweißen zur Veranschaulichung gewählt und die folgenden beiden Tabellen zeigen Materialstärke, Elektrodendurchmesser und den einzustellenden Schweißstrom für die Materialien Aluminium und Stahl.

Einstellungstabelle für Aluminium

Materialdicke in mm 1 2 3 4 5 6 8 10
Elektrodendurchmesser in mm 1,6 2,4 2,4 3,2 3,2 4 4,8 6,4
Schweißstrom in A 70 100 120 150 180 200 260 310

Einstellungstabelle für Stahl

Materialdicke in mm 1 2 3 4 5 6 8 10
Elektrodendurchmesser in mm 1,0 1,6 1,6 2,4 2.4 3,2 3,2 3,2
Schweißstrom in A 75 100 130 160 190 220 280 340

Aus den beiden Tabellen wird deutlich, wie wichtig eine vorherige Analyse des zu verschweißenden Materials ist. Sie müssen sich vor dem Kauf klar machen, was Sie schweißen wollen.

Wenn Sie sehr dünne Materialien verschweißen wollen, dann sollten Sie darauf achten, dass das Schweißgerät dementsprechend weit runter geregelt werden kann.

Für dickere Materialien sollte mindestens der angegebene Schweißstrom vorhanden sein, den Sie aus der Tabelle entnehmen können.

Gerade wenn Sie flexible Materialien und Materialstärken bearbeiten wollen, dann sollten Sie auch darauf achten, dass der Schweißstrom am besten stufenlos einstellbar ist. Die Möglichkeit ein möglichst breites Spektrum an Elektroden nutzen zu können, erhöht die Flexibilität zusätzlich.

Fazit Schweißgerät Test

Der Artikel macht deutlich, dass die Wahl des richtigen Schweißgeräts nicht trivial ist. Es spielen eine Menge Faktoren in die Wahl rein und Sie als Nutzer sollten sich vor dem Kauf im Klaren sein, was Sie wollen. Wenn Sie diese Entscheidung getroffen haben, dann finden Sie auf dieser Seite sehr gute Geräte, die genau Ihren Ansprüchen genügen. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Wahl und unsere Empfehlungen aus unserem Schweißgeräte Test dienen als hervorragende Entscheidungshilfe.