Inverter-Schweißgerät

Ein Inverter-Schweißgerät ist eine spezielle Form eines Schweißgerätes. Grundsätzlich unterscheidet sich seine Funktionsweise nicht von anderen Schweißgeräten. Der wesentliche Unterschied ist in seiner kompakten Bauweise zu finden. Ein Inverter-Schweißgerät ist vergleichsweise leicht und hat den Trafo intergiert. Aus diesem Grund ist das Inverter-Schweißgerät sehr transportabel. Es eignet sich für den mobilen Einsatz und kann zum Beispiel auf Baustellen eingesetzt werden. Der Nachteil dieses Geräts ist aufgrund der hochwertigen Technologie sowie der leichteren Bauteile ein vergleichsweise hoher Preis, zum Teil ist der Aufschlag erheblich. Konkrete Angaben bezüglich des Preises für ein Inverter-Schweißgerät können jedoch nicht gemacht werden, da der Begriff Inverter nur für eine Bauart und nicht für ein Schweißverfahren steht. So werden beispielsweise Inverter-Schweißgeräte im MIG-, MAG und WIG-Verfahren angeboten, einige Händler bezeichnen sogar ihre Elektro-Schweißgeräte als Invertermodelle.

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Obwohl Inverter-Schweißgeräte wegen ihrer Mobilität einen großen Vorteil bieten, ist der Kauf eines solchen Geräts nicht grundsätzlich vorteilhaft. Aufgrund der kompakten Bauweise sowie der Vielzahl der verwendeten Elektro-Bestandteile sind Inverter-Schweißgeräte störanfälliger. Sie haben eine weitaus geringere Lebensdauer, oft entstehen auch durch notwendige Reparaturen erhebliche Kosten. Aus diesem Grund ist der Kauf eines Inverter-Schweißgeräts grundsätzlich nur dann sinnvoll, wenn abzusehen ist, dass das Gerät viel auf Baustellen eingesetzt wird.

Inverter Schweißgerät

Sollten nach Ansichten des Käufers die Vorteile des Inverter-Schweißgeräts überwiegen, müssen auch beim Kauf dieses Gerätes verschiedene Kriterien beachtet werden. Äquivalent wie beim Kauf eines Schutzgas-Schweißgerätes stellt sich für den Käufer die Frage welches Metall in welcher Stärke er überwiegend schweißen möchte. Dem entsprechend ist das Schweißverfahren aber auch der Schweißstrombereich zu wählen. Ebenfalls ist die Taktung für die Qualität der Schweißnaht sehr wichtig. Eine hohe Taktfrequenz führt zu einem besseren Schweißergebnis.

Hochwertige Inverter-Schweißgeräte können zwischen Gleich- und Wechselstrom wechseln, dies bringt einen großen Vorteil, da bei verschieden Materialien bessere Ergebnisse erzielt werden können. Der Wechselstrom beispielsweise empfiehlt sich für Leitmetalle; bei Stahl und ähnlichen Metallen sollt jedoch lieber der Gleichstrom verwendet werden.

Funktionsweise eines Inverter-Schweißgeräts

Das Inverterschweißgerät entspricht in seinem Grundprinzip einem Schaltnetzteil und wird je nach zu generierender Leistung entweder ein-oder dreiphasig ans Stromnetz angeschlossen. Die vorerst gleichgerichtete Netzspannung wird unter Zuhilfenahme von Leistungshalbleitern zerkleinert und über einen vergleichsweise kleinen Transformator auf eine wesentlich geringere Spannung reduziert. Die Frequenzen, welche die Leistungshalbleiter innerhalb des Inverterschweißgerätes haben müssen um diesen Prozess zu gestalten, liegen zwischen 20 und 150 kHz. Nun muss man den Schweißstrom erneut gleichrichten, was man über die Nutzung dafür geeigneter Dioden erreicht.

Die Baugröße des gesamten Inverterschweißgerätes und damit also des gesamten Lichtbogenschweißgerätes welches man zu nutzen gedenkt hängt maßgeblich von der Größe der verbauten Transformatoren ab. Diese ist in diesem Fall umgekehrt proportional zu der von ihnen erzeugten Arbeitsfrequenz, woraus man schließen kann, dass die Baugröße mit zunehmender Frequenzhöhe abnimmt. Es scheint also sinnvoll, Inverterschweißgeräte mit möglichst hoher Frequenz herzustellen, da diese neben dem eben genannten Größenvorteil auch die Möglichkeit bieten, stark dynamische Schweißprozesse mit gleichzeitig steigendem Komfort zu realisieren.

Technische Vorteile der Schweiß-Inverter

Diese als Komfort bezeichneten, durch den Schweiß-Inverter zu erreichenden Vorteile kann man in unterschiedliche Anwendungen, welche sich z.B. beim MIG/MAG-Schweißen durchaus gut machen, unterteilen, im Folgenden werden drei genannt.

Da gibt es zum einen den sogenannten „Antistick“, wobei die Anlage kurz vor einem Kurzschluss den vorher eingestellten Maximalstrom abgibt und so sowohl das Ausglühen, als auch das Festkleben der verwendeten Elektrode verhindert.

Als zweites sollte die „Arc-Force Steuerung“ genannt werden, welche den eingestellten Stromwert kontinuierlich so erhöht, dass der Lichtbogen auf fast gleicher Länge gehalten wird, welches letztlich also eine elektronische Regelung des Lichtbogens darstellt.

Als dritte Komfortausstattung findet jetzt der sogenannte „Hot-Start“ Erwähnung, welcher ebenfalls das Klebenbleiben der Elektrode verhindert. Dies wird hierbei durch eine kurzfristige Überlagerung des eingestellten Schweißstromes erreicht, welcher zusätzlich den Vorteil generiert, den Schweißnahtanfang schneller aufzuwärmen.

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